Die weltweite Belastung durch Psoriasis wird bis 2050 voraussichtlich leicht zunehmen, so ein aktuelles Studienergebnis. Frühere Untersuchungen zeigten bereits, dass die Krankheitshäufigkeit sowie die Zahl der Neuerkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten tendenziell gestiegen sind.
Das Forscherteam analysierte Daten aus den Jahren 1990 bis 2021 zum alters- und geschlechtsspezifischen Auftreten der Psoriasis-Krankheit in 236 Ländern. Unter anderem wurde die altersstandardisierte Inzidenz berechnet, also die Zahl neuer Fälle pro 100.000 Personen vergleichbaren Alters. Demnach stieg die altersstandardisierte Inzidenz bei Männern von 56,89 auf 62,77 Fälle pro 100.000, was etwa einem Zuwachs von einem Zehntel entspricht. Bei Frauen lag der Anstieg von 57,08 auf 61,26 Fälle, also etwa sieben Prozentpunkte höher.
Die Forscher gehen davon aus, dass bis 2050 die Zahl auf rund 70 Fälle pro 100.000 Männer und 66 Fälle pro 100.000 Frauen steigen wird. Regional zeigten sich die höchsten Inzidenz- und Prävalenzraten in Nordamerika und Westeuropa, die niedrigsten in Ostasien und Subsahara-Afrika. Die Prognosen sollen helfen, spezielle Maßnahmen im Gesundheitswesen zu entwickeln, etwa für frühzeitige Diagnose und besseren Zugang zu medizinischer Versorgung.
Linli-Liu, M.D. et al.
Global Psoriasis Burden and Forecasts to 2050
JAMA Dermatology
11/2025
