Sonographie arterieller Gefäße

Bei der Untersuchung arterieller Gefäße mit Ultraschall wird die Güte der Durchlutung beurteilt und wenn sie eingeschränkt ist, gilt es, die Ursache dieser Einschränkung zu finden. Das Ziel ist immer, aus diesem Befund einen Therapieplan abzuleiten. Außer der Lokalisation von Engstellen (=Stenosen) und Verschlüssen muß auch das Ausmaß der atherosklerotischen Wandveränderungen beurteilt werden. 

Welche Gefäße können untersucht werden?
+ die Halsschlagadern (A. carotis und A. vertebralis) bis zum Eintritt in die Schädelbasis
+ die Armarterien bis einschließlich der Fingerarterien
+ die Becken- und Beinarterien bis in den Mittelfuß
+ die Bauchschlagader und deren große Äste zur Versorgung der inneren Organe (Truncus coeliacus, A. mesenterica superior, A. mesenterica inferior, Nierenarterien)

Welche arteriellen Gefäße gehören nicht zum angiologischen Fachgebiet?
+ die Gefäße im Kopf
+ die Brustschlagader (Aorta thoracalis)

Wie lange dauert so eine Untersuchung?
Die Erhebung eines Normalbefundes kann in wenigen Minuten abgeschlossen sein. Bei sehr ausgeprägter Atherosklerose, zahlreichen Stenosen und mehrfachen Verschlüssen kann die Untersuchung auch 10-15 Minuten dauern. Schwierige Bedingungen wie erhebliche Adipositas, erhebliche Ödemen, im Bauch Überlagerung durch den Darm und Unruhe oder mangelnde Mitarbeit des Patienten können die Untersuchungszeit derutlich verlängern.

Welche Informationen liefert die Sonographie der Arterien?
Die Gefäße werden beurteilt hinsichtlich des Vorhandenseins von Atherosklerose, von Engstellen und von Verschlüssen. Lokalisation und Ausmaß der Gefäßveränderungen sind zusammen mit den Beschweden des Patienten die Grundlage für die Therapieempfehlung (siehe Arterielle Erkrankungen).